Jop
(vom 25.08.2003 bis 28.05.2010)




Jop

    Jop wurde am 25.08.2003 geboren und wenige Monate danach vom Tierheim Manresa aus der städtischen Auffangstation übernommen. Anfang Februar 2004 kam er wie zuvor Kaya aus dem Tierheim Manresa mit dem Ziel zu uns, in Deutschland ein schönes Zuhause zu finden. Jop hatte die Gelegenheit, von Urlaubern mit nach Deutschland genommen zu werden. Zu diesem Zeitpunkt war er ca. 6 Monaten jung.

    Unser erster Gedanke beim Anblick des kleinen Katers war der, dass das nicht Jop sein kann, sondern eine andere, viel jüngere Katze! Doch es war Jop! Die Natur hatte ihn mit einer "Minigröße" ausgestattet, die man auch unter dem Begriff "Taschentiger" kennt. Da stand er nun, klein mit einem Bürstenfell, viel zu großen Pfoten, einem zu kurzen Schwanz der eher an eine verbogene Flaschenbürste erinnerte- und mit auffallend unternehmungslustigen Augen, nichts schien bei ihm zueinander zu passen. Doch diese kleinen Mängel der Natur besiegte Jop mit seinem unwiderstehlichen Charme und einem hinreißenden Liebreiz.
    Kein Wunder, dass wir uns Hals über Kopf in ihn verliebten noch bevor wir begriffen hatten, dass unser Pflegekind nun wirklich da war.

    Jop


    Auch für ihn war mit der Tierheimleiterin des Tierheim Manresa vereinbart, dass sich der Kleine erst einmal erholt, bzw. u.a. seine Erkältung auskuriert. Weiter plagten ihn Ohrmilben, denen wir einen unerbittlich Kampf ansagten. Eine alte Hornhautverletzung des rechten Auges bedurfte weiterer Behandlung. Das alles bescherte Jop eine mehrwöchige "Einzelhaft", bei unseren zehn Katzen und unserem Hund Mun konnten wir das Risiko der Ansteckung nicht eingehen.

    Aber damit war es noch nicht genug; zusätzlich wurde als Tastbefund eine vergrößerte Niere festgestellt, die Jop aber offensichtlich keine Beschwerden bereitete. Weitere Untersuchungen, die die Ursache der Nierenvergrößerung klären würden, wurden daher auf den Tag der anstehenden Kastration verschoben. Damit konnten wir dem kleine Jop eine Narkose ersparen.

    Jop ertrug das Alleinsein tapfer, duldete jede Behandlung und freute sich offensichtlich voller Unternehmungslust auf den Tag, ab dem er das Haus erkunden konnte. Natürlich nutzten wir neben den festen "Schmusestündchen" jede freie Minute zusätzlich, um Job die Isolation leichter zu machen. Endlich war es soweit, Jop war gesund und konnte nun zu den anderen Katzen und zu unserem Hund Mun, der ebenfalls sehr gespannt auf das neue Katzenkind war. Mun liebt Katzen sehr- unsere Kaya hat hiervon ja reichlich profitiert :-)!

    Vor der Isolation hatte Jop nicht viel im Haus zu sehen bekommen. Neugierig und unbeirrt erkundete er demzufolge jeden Raum, jeden Kratzbaum. Mun begleitete in hierbei wie ein kleiner Fremdenführer. Unsere Katze Kaya schloss sich bald an, Jop und sie haben im Tierheim Manresa einige Zeit zusammen gelebt. Dass die anderen neun Katzen sich zunächst reserviert verhielten, respektierte Jop zwar, es schien ihn aber nicht sonderlich zu interessieren. Mit seinem unkomplizierten Wesen hatte er unsere "Neun" bald davon überzeugt, dass man ihn einfach mögen- zumindest akzeptieren muß! Um so unbehaglicher war für uns der Gedanke, dass wir Jop ja "nur" als Pflegetier aufgenommen hatten. Hierbei sollte es auch bleiben, zehn Katzen und ein Hund sollten nun aber tatsächlich genug sein!!!


    Jop


    Mit knapp neun Monaten wurde Jop kastriert und gleichzeitig die ausstehende Ultraschall-Untersuchung durchgeführt. Hierbei wurde eine allgemeine Vergrößerung des Nierenbeckens und beider Nieren festgestellt. Da als Ursache kein krankhafter Befund festgestellt werden konnte, kann nur davon ausgehen werden, dass diese Vergrößerung angeboren ist. Beschwerden bestehen zum Glück nach wie vor nicht, könnten allerdings mit dem Älter werden auftreten, daher sind von Zeit zu Zeit entsprechende Kontrollen erforderlich.



    Jop und Mun


    In dieser Zeit gab es für Jop etliche Anfragen von Interessenten, die jedoch letzendlich nicht zu einer Vermittlung geführt haben. Job lebte sich mehr und mehr bei uns ein, nicht nur wir liebten den kleinen Kerl, dem die Natur die Gabe geschenkt hatte, sich auch in Tierherzen einzuschleichen ;-). Der Gedanke, auch ihm für immer ein Zuhause zu geben, rückte näher! Zuletzt gab die Tatsache, dass Hund und Katzen eine friedliche Einheit bildeten, den Ausschlag und wir beschlossen, auch Job zu behalten.

    Diesen Entschluß haben wir bis heute nicht bereut und würden den kleinen Charmeur für nichts auf der Welt wieder her geben. Jobs Geschichte zeigt wieder einmal mehr, wie unwichtig es doch im Grunde ist, ob ein "Fellseelchen" den Vorstellungen eines Preisrichters entspricht, hier sollten doch eigentlich andere Werte maßgebend sein!

    30.August 2004

    Nachtrag vom 13.01.2010
    Gegen Ende Januar 2009 wurde bei Jop zur Vorsorge die jährliche Ultraschall-Untersuchung der Nieren gemacht. Leider war das Ergebnis nicht so gut, we in den vorausgegangenen Jahren. Beide Nieren haben sich beängstigend vergrössert. Wie lange wir ihm noch unsere Liebe geben dürfen, ist ungewiß. Zur Unterstützung der Nierenfunktion spritzen wir Jop täglich ein Medikament. Hierunter geht es ihm nach wie vor gut.
    Wir wünschen uns so sehr, den kleinen Schatz noch lange Zeit bei uns haben zu dürfen.




    Jop

    Link zum Video mit
    Jop und Mun
    Fotos von Jop
















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zuletzt aktualisiert am 03.11.2011