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Gedenken Speedy
vom 01.März 1998 bis 29.Februar 2008








Alle Geschöpfe der Erde
fühlen wie wir
Alle Geschöpfe der Erde
streben nach Glück, wie wir
Alle Geschöpfe der Erde lieben,
leiden und sterben, wie wir
Also sind sie
uns gleichgestellte Werke
des allmächtigen Schöpfers

(Franz von Assissi 1137-1226)








Wir alle sind unendlich traurig.

Unseren geliebten Speedy, der heute nach geschätztem Geburtsdatum 10 Jahre alt geworden wäre,
mußten wir gestern den Weg über die Regenbogenbrücke gehen lassen.

Alles kam so plötzlich, traf uns mit voller Wucht- und vollkommen unvorbereitet: Speedy war seit
Aug. 2006 Diabetiker, wollte sich nicht mit den in Deutschland handelsüblichen Insulinen optimal
einstellen lassen. Trotzdem haben wir es mit der Zeit -und hierdurch auch mit mehr Erfahrung-
geschafft, den Blutzuckerwert so zu optimieren, dass Speedy gut zurecht kam. Zusätzlich konnten wir
durch homöopathische Medikamente erreichen, daß Speedy Nierenwerte wie ein gesunder Kater hatte-
und die Koordinationsstörungen der Hinterbeinchen sowie die Freßstörungen nach einer schweren
Unterzuckerung mit der Zeit fast vollständig verschwunden sind.

Vor ca. sechs Wochen begann Speedy mehr und mehr schlecht zu fressen, wollte nur noch von unserem
Frauchen und von Hand gefüttert werden. Die TÄ stellte fest, daß bei Speedys die letzten drei Zähne
entfernt werden mußten, leider besserte sich sein Zustand nach dem Eingriff nicht. Ein erneutes Blutbild
am 31.01.2008 gab uns auch keine Hinweise, die Werte waren super- bis auf den Blutzuckerwert-
aber das war ja klar.

Ab 01.02.2008 ging es ein paar Tage mal gut, dann mal wieder schlechter, also immer auf und ab.
Am vergangenen Montag ließen wir wieder ein Blutbild machen- dachten, daß die Nierenwete sich
inzwischen vielleicht doch verschlechtert haben könnten. Das Ergebnis war erschreckend: Speedy
hatte kaum noch rote Blutkörperchen. Die TÄ erklärte uns, daß entweder das Rückenmark keine
Leukozyten mehr bilden konnte- oder Speedy "nach innen" blutet. Einen Tastbefund für einen
Tumor gab es zu diesem Zeitpunkt nicht. Das Bäuchlein war weich und schien o.k. zu sein. Speedy
wog nur noch 5 kg und das ist für einen so großen Kater, wie Speedy es war, zu wenig. Auf An-
raten der TÄ haben wir Speedy in einer Tierklinik vorgestellt. Dort hatte Speedy am letzten
Donnerstag einen Termin.

Es wurde eine Blutuntersuchung, eine Sonographie gemacht und geröngt. Und wieder bekamen wir ein
vernichtendes Ergebnis: Speedy hatte einen Lebertumor, die Leber war übergroß. Der Arzt in der Klinik
wollte zur Bestimmung des Tumors eine Biopsie machen. Dafür mußte Speedy über Nacht in der Klinik
bleiben, da die Untersuchung gleich am nächsten Morgen durchgeführt werden sollte. Wir alle waren mit
den Nerven vollkommen fertig. Speedy zeigte bei den Untersuchungen kaum Gegenwehr. Er war zwar schon
immer "lammfromm"- aber, er hat alles mit sich machen lassen- ein Zeichen dafür, daß er schon sehr schwach
war. Also haben die Dosis ihn schweren Herzens in der Klinik gelassen. Den Weg nach Hause und am nächsten
Morgen wieder zurück hätte ihn zuviel Kraft gekostet. Frauchen mußte immerzu weinen und hat sich ganz still
von unserem geliebten Speedy verabschiedet. Sie fühlte, daß sie ihn nicht lebend wieder sehen würde.

Am nächsten Tag bekamen wir telefonisch die Information, daß Speedys Leber von vielen kleinen Tumoren
befallen war, teilweise auch große Venen. Man hatte noch mal eine Sonographie gemacht und konnte nun sehen,
daß die Krankheit über Nacht rasch fortgeschritten war. Der Arzt sagte, das nun "alles" sehr schnell gehen würde.
Zudem waren einige der Tumore bösartig. Der behandelnde Arzt hat unseren Menschen von einer Operation abgeraten,
er wußte zudem, daß wir alle Speedy nicht leiden lassen wollten. Seine Leber war über Nacht steinhart geworden, man
konnte sie nun durch das Fell fühlen. Er empfahl unseren Menschen, Speedy gehen zu lassen. Da Speedy sehr starke
Schmerzen hatte, stimmten wir alle zu, daß Speedy gleich erlöst wird- und nicht erst gegen Abend, dann erst hätten
unsere Menschen dort sein können. Diese Entscheidung war nicht einfach, noch nie ist ein Schmusefell von uns ohne
unsere Menschen über die Regenbogenbrücke gegangen. Speedy sollte aber nicht mehr länger leiden!

Gestern Abend kam Speedy zu uns zurück- nur leider anders, als erhofft. Unsere Menschen haben ihn in unser
künftiges Zuhause gebracht, das er nicht mehr erleben durfte. Heute haben sie für ihn hinter dem Haus am Rande der
Wiese vor einer Hecke einen schönen Platz ausgesucht und ihn dort begraben. So können wir seine kleine Ruhestätte auch
vom Fenster aus sehen- und ihm auch von dort aus unsere Gedanken schicken.

01.März 2008




Speedy, wir alle vermissen Dich so sehr!
Du warst immer sanft und liebevoll,
manchmal nekisch und auch übermütig-
aber doch der Pol in unserer Mitte.
Die Strapazen der täglichen Blutabnahme
und die zahllosen Spritzen und Tabletten-
das alles hast Du geduldig und mit Verständnis
ertragen.
Du wußtest, das wir Dir nur helfen wollten.

Nach der bösen Unterzuckerung im
August 2006- sie hätte Dir damals beinahe
das Leben genommen- schien Deine Zuneigung
und Anhänglichkeit grenzenlos zu sein.
Deine letzten Lebenstage waren
voller Schmerz. Du hast Dich nicht beklagt
und nicht geweint.





Mein Spatz, wie könnten wir Dich jemals vergessen!













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zuletzt aktualisiert am 16.09.2011