Mun - der Katzenhund
    (geboren: 15.12.2002)






    Mun und seine beiden Brüder wurden Anfang 2003 im Welpenalter
    als Fundtiere vom Tierheim Manresa aufgenommen.

    Mund und Brueder


    Mun nur unser Hund? -
    Nein, das würde ihm nicht gerecht!
    weil ...



    aus heutiger Sicht betrachtet, hat Mun sich zu dem Traumhund entwickelt, den wir uns zu unseren Katzen gewünscht haben.
    Das ist sicher nicht allein unser Verdienst:-)- sondern viel mehr auch auf den freundlichen Hinweis von Heidi Straub,
    damalige Leiterin des Tierheimes Manresa in Spanien, auf diese drei Welpen- und damit auf Mun- zurückzuführen!




    Vorgeschichte:
    Den langjährigen Wunsch nach einem Hund, konnten wir uns Anfang des Jahres 2003 erfüllen. Hierbei war grundsätzlich klar,
    dass "unser Hund" aus dem Tierschutz kommen-, nicht zu groß werden- und katzenverträglich sein sollte. Den Vorschlag von
    Frau Straub, einen Welpen zu nehmen- da dieser sich ohne große Probleme an die vorhandenen Katzen- und umgekehrt gewöhnen
    würde- nahmen wir gerne an.

    Fotos von Mun und seinen Brüdern waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht online- aber per Post an uns unterwegs- als Frau Straub
    uns an einem Sonntag telefonisch darüber informierte, dass sie für den darauffolgenden Donnerstag eine Flugpatin für einen der
    Welpen hätte !!! Was nun? - Die Fotos waren noch nicht eingetroffen, die Zeit aber drängte, da einer der Kleinen für die Reise
    vorbereitet werden mußte. In dem Vertrauen darauf, dass Gerd mit meiner Entscheidung einverstanden sein würde, entschloss ich
    mich für den "Flauschigen" :-) also, für MUN!





    Ankunft:
    Mun sollte am 27.02.2003 gegen 10.30 Uhr in Düsseldorf landen. Die Zeit von Sonntag bis Donnerstag erschien uns endlos lang.
    Das wir dann nicht nur pünktlich, sondern viel zu früh am Flughafen waren, versteht sich eigentlich von selbst;-) .


    Endlich war der Augenblick da, in dem wir "unsere"- mit zwei Gepäckwagen kämpfende Flugpatin erblickten. Mun ...- in welcher
    der etlichen Transportboxen war unser Mun? Als uns dann eine relativ kleine Box- die eigentlich für den Transport einer Katze
    vorgesehen war, in die Hand gedrückt wurde, waren wir zunächst etwas verblüfft- aber selbst hierin hatte das rostbraune
    Wollknäuel noch reichlich Platz.

    Bei seiner Ankunft war Mun knapp zehn Wochen alt- und recht winzig. Vor Freude und Entzücken über dieses kleine Wunder
    rückte unsere bange Frage, "was werden unsere Katzen zu dem neuen Familienmitglied sagen", zunächst in den Hintergrund.


    Zu Hause:
    Ein Welpe in Muns Alter macht sich sicher keine "Gedanken" darüber, ob er den vierbeinigen Bewohnern im neuen Zuhause willkommen
    ist- und so war es dann auch! Mun war ganz offensichtlich von der Anwesenheit weiterer Vierbeiner entzückt- und versuchte natürlich,
    unsere zu diesem Zeitpunkt neun Katzen, hiervon zu überzeugen. Diese waren, zumindest seit dem sie bei uns ihr Zuhause hatten, noch
    nie mit einem Hund in Berührung gekommen- und haben sich daher erst mal in Sicherheit gebracht.

    Nur Sam schien sich für den Winzling, der doch noch glatt unter seinem Bauch durchging, zu interessieren.
    Vielleicht weil beide fast dieselbe Fellfarbe hatten- oder weil sie aus dem selben Tierheim kamen?! Also, schloss Mun zunächst mit Sam
    Freundschaft. Mun versuchte natürlich immer wieder, auch die anderen Samtschnuten von seinen guten Absichten zu überzeugen. Hierzu
    scheute er auch nicht davor zurück, die unteren Plätze der Kratzbäume- mehr war ihm aufgrund seiner kurzen Beinchen noch nicht möglich-
    im wahrsten Sinne des Wortes zu erklettern. Zum Leidwesen von Mun wurden seine Anstrengungen jedoch meistens nur mit einem Fauchen
    oder Knurren belohnt. Er lernte hierdurch aber sehr schnell, was für unsere Katzen in Ordnung war- und was nicht.

    Mun besitzt eine rasche Auffassungsgabe und begriff schnell, was von ihm verlangt wurde. Halsband und Leine waren für ihn schon am zweiten
    Tag in Ordnung, oder einfach "das" Mittel zum Zweck, nach draußen zu kommen. Dass kleine und große "Geschäfte" nicht in der Wohnung,
    bzw. im Haus erledigt werden, hatte er nach wenigen Wochen begriffen. Hierbei war für Mun sicher hilfreich, dass wir zu Anfang tagsüber
    jede Stunde mit ihm eine "Gassi-Runde" gedreht haben. Über Nacht gab es so gut wie keine Probleme, der kleine Kerl war damit zufrieden,
    wenn er nach sechs Stunden ausgeführt wurde. Kleine Befehle wie z.B. Sitz, Stop, Bleib lernte er schnell. Natürlich hat er in den entsprechenden
    Phasen seines ersten Lebensjahres versucht, uns auszutricksen- bzw. herauszufinden, wie weit er gehen kann. Bei dem süßen Fellknäuel ist es uns
    nicht leichtgefallen, konsequent zu bleiben. Das aber mußte sein- und Mun gewöhnte sich hieran.

    Nach und nach überzeugte Mun die jüngeren Katzen davon, dass er ein ernst zunehmender Spielkamerad ist. Hierbei kam ihm seine Vorliebe für
    Bälle sehr entgegen. Welche Katze kann schon einem Ball in Aktion widerstehen?!

    Eines Tages stellten wir verblüfft fest, dass Mun raffiniert eine der Vorlieben der Katzen für seine Zwecke ausnutzte.
    Ihm war nicht entgangen, dass unsere Katzen unter anderem eine bunte Schnur zum Spielen benutzen. Er wußte sehr gut, was sein- und was das
    Spielzeug der Katzen war. Aber diese Schnur mußte er haben. Hiervon war er nicht abzubringen, also ließen wir ihn gewähren. Außerdem waren
    wir natürlich neugierig zu erfahren, was er vor hatte. Der Trick war ganz einfach: mit dem einem Ende der Schnur in der Schnautze lief er in
    kleinen Schritten- in diesem Fall um unseren Kater Cry- herum. Durch das Hin- und Herlaufen war Cry zunächst irritiert- und er warnte Mun
    durch Fauchen. Dann aber überwiegte doch die kätziche Neugierde und er lief hinter der Schnur- und damit hinter Mun her. Mun hatte sein Ziel
    erreicht! Keine Frage, dass die anderen Katzen diesem Spiel bald folgten. Inzwischen hat sich hieraus ein regelrechtes "Nachlauf-Spiel" entwickelt,
    dass oft in "Tauziehen" über geht. Das Bild sieht so aus: erst kommt Mun mit der bewußten langen Schnur in der Schnautze. Ihm folgen je nach Lust
    und Laune hintereinander drei bis fünf Katzen-hierbei gibt Mun das oft rasante Tempo vor. Ein filmreifer Anblick !!!

    Unsere Katze Kaya war bei Muns Ankunft noch kein Jahr alt. Ihr rechtes Auge war zerstört (s. Bericht über Kaya) und mußte zunächst täglich behandelt
    werden. Hierbei hat Mun uns sehr geholfen, in dem er Kayas Auge täglich sauber hielt. Diese "Behandlung" wurde von Kaya ohne Widerspruch angenommen.
    Uns war das so nicht vergönnt :-) !


    Mun und Kaya


    Die beiden haben ihren Mittags-/Nachmittagsschlaf nur noch gemeinsam gehalten, bis wenige Monate darauf Kater Jop zu uns kam. Mun sah es als seine
    Aufgabe an, sich nun um Jop zu kümmern. Anfangs hat Mun sogar versucht, Jop am Nackenfell zu packen und ihn zu seinem Platz zu tragen. Jop zog es
    allerdings vor, zu laufen. :-) Für Kaya war das in Ordnung, statt zu zweit wurde jetzt eben auch mal zu dritt gekuschelt.





    Heute gehört Mun zu den Katzen- und die Katzen zu Mun. Feli, Tommy, Speedy und Moritz bleiben zwar nach wie vor auf Distanz, respektieren Mun aber- und Mun sie!

    Alles in allem haben sich Katz' und Hund bestens an einander gewöhnt. Unser Traum hatte sich erfüllt!


    Mun und Speedy

    In dieser "Situation" duldet Speedy Mun jedoch!:-)











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zuletzt aktualisiert am 31.08.2011